Die iRIS-Technologie

Bei iRIS handelt es sich um eine auf Infrarot-Spektroskopie-basierte Technik, mit deren Hilfe die strukturellen Veränderungen krankheitsrelevanter Proteine, wie z. B. Beta-Amyloid (Aβ) im Falle von Morbus Alzheimer, untersucht werden können. Da diese Proteine auch in den Körperflüssigkeiten wie Blut und Nervenwasser enthalten sind und die Vorgänge im Gehirn widerspiegeln, ist es möglich, über deren Detektion eine Aussage über das jeweilige Krankheitsstadium des Patienten zu machen. iRIS detektiert die Proteine mit hoher Präzision und Sensitivität.

Wie es funktioniert

Mit Hilfe von Antikörpern werden die Aβ-Proteine aus dem Blut gezogen. Die Antikörper sind über Silane auf der Oberfläche des internen Reflektionselements gebunden. Der IR-Messstrahl analysiert die Sekundärstrukturverteilung der Proteine. Überwiegen die fehlgefalteten Proteine, ist das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, erhöht. Mit Blocksubstanzen wird eine unspezifische Bindung von Komponenten aus dem Blut verhindert. 

 

Das Messprinzip ist in diesem Video bei einer Zeitmarke von 25 Minuten eindrucksvoll dargestellt:

Link: https://www.zdf.de/wissen/leschs-kosmos/gesunde-kranke-im-netz-der-diagnostik-100.html

©RUB

 

Alzheimer frühzeitig erkennen ist der erste Schritt zu einer erfolgreichen Therapie

Morbus Alzheimer, oder auch nur Alzheimer genannt, ist die häufigste Form von Demenz, einer Krankheit, die vor allem durch den Verlust von Erinnerungen und anderen kognitiven Fähigkeiten geprägt ist. Treten diese Symptome auf, ist das Gehirn bereits irreversibel geschädigt.

Aducanumab so früh wie möglich einsetzen

Für eine erfolgreiche Behandlung mit dem Alzheimer-Medikament Aducanumab ist ein früher Zeitpunkt der Medikation entscheidend. Je früher mit der Behandlung begonnen wird, umso effektiver kann die Erkrankung verzögert, im Idealfall sogar gestoppt werden und umso niedriger ist das Risiko, bereits irreversible Schäden erhalten zu haben. Aducanumab kann die Erkrankung nur in einem frühen Stadium stoppen, aber nicht heilen. Es scheint nach dem bisherigen Kenntnisstand nur für das frühe, noch nicht demente Stadium der Alzheimer-Erkrankung geeignet zu sein. Daher ist die Detektion sehr früher Stadien, noch bevor klinische Symptome auftreten und bevor die Demenz mit irreversiblen Schäden eingetreten ist, essentiell für ein erfolgreiches Therapieansprechen. iRIS bietet eine Technologie, mit der es möglich ist, Hochrisiko-Patienten zu erkennen und damit das therapeutisch erfolgreiche Fenster zu identifizieren, um somit die Menschen vor den schwerwiegenden Symptomen der Krankheit zu schützen. Unsere Zielgruppe sind möglichst noch symptomfreie „Gesunde“. Ihnen möchten wir ein langes Leben ohne Demenz ermöglichen.

Der Test zeigt das Risiko

Mit Hilfe eines einfachen Ampelsystems kann das Risiko zu erkranken bewertet werden. Werte im grünen Bereich entsprechen einem geringen Risiko, Werte im gelben Bereich einem leicht erhöhten Risiko und Werte im roten Bereich einem stark erhöhten Risiko, in naher Zukunft Alzheimer zu entwickeln. Diese Einschätzung bietet den Vorteil, dass nachfolgend aufwändigere Untersuchungen durchgeführt, Therapien frühzeitig eingeleitet oder bei keinen Auffälligkeiten die Patienten beruhigt werden können.

Hohes Risiko

Maßnahmen: Anschließen weiterer Tests, Einleitung präventiver Maßnahmen wie „lifestyle change“ und individuelle Therapieabsprache (z. B. mit Aducanumab).

Geringes Risiko

Maßnahmen: Anschließen weiterer Tests, Einleitung präventiver Maßnahmen wie „lifestyle change“ und ggf. Therapiebeginn (z. B. mit Aducanumab)

Kein Risiko

Maßnahmen: Erneute Testung nach spätestens 5 Jahren

Vorteile einer frühen Diagnose

Schon 15 bis 20 Jahre vor den ersten klinischen Symptomen beobachtet man molekulare Veränderungen im Gehirn. Diese starten mit der Umfaltung des Beta-Amyloid-Proteins (Aβ) von der α-helikalen oder ungefalteten Form in die toxische β-Faltblatt-Struktur. Mit dem AD-Bluttest wurde ein Test entwickelt, der genau diesen Prozess im Blut nachweisen kann. Damit können Menschen mit einem hohen Risiko an klinischem Alzheimer zu erkranken, identifiziert und bereits sehr früh, in einem symptomfreien Zustand therapiert werden. Im Gegensatz zur heutigen Standarddiagnostik kann der AD-Bluttest bereits 14 Jahre vor dem Auftreten klinischer Symptome das Risiko anzeigen, im Verlauf der nächsten Dekade an Alzheimer zu erkranken.

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Für klinische Forschung in Frage kommen und bei z.B. der Therapieentwicklung mithelfen

Risiken senken durch eine Veränderung des Lebensstils

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Woran wir arbeiten

Alzheimer

Eine Frühdiagnose für Alzheimer mit dem iRS

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